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April 19, 2018

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Tollwut - Informationen

 

Andere Begriffe für Tollwut sind Wutkrankheit, im Englischen Rabies (der Tollwutaufkleber im Impfpass ist in Deutschland „T“ und in England „R“).

Es ist eine Viruskrankheit, verursacht durch das Rabies Virus. Befallen werden können alle gleichwarmen Tiere, also Säugetiere und Vögel.

 

Die Tierärztin wurde einmal von einer Kundin gefragt: „mein Sohn ist von einem Frosch gebissen worden. Kann er Tollwut bekommen?“

 

Die Antwort lautet also nein, weil Frösche wechselwarm sind.

 

Klassische Tollwutüberträger sind Fleischfresser wie Füchse oder auch wilde Hunde bzw. Wölfe, Katzen etc., befallen werden aber Pflanzenfresser und Fledermäuse. Die Tollwut wurde bekämpft in Deutschland durch die so genannte „Wildtier-Schluckimpfung“, durch Abwurf von leckeren Ködern, die eine Impfung in sich trugen. Dadurch ist Deutschland seit 2008 nach den Kriterien der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) tollwutfrei (d. h. frei von terrestrischer Tollwut), aber noch nicht von Fledermaustollwut. Diese kommt noch vor im Norden Deutschlands und vereinzelt im Süden (Saarland). Deshalb sollte in Deutschland auch noch gegen Tollwut geimpft werden. Beim Anfassen von Fund-Fledermäusen sollten die Menschen immer dicke Lederhandschuhe tragen oder ein dickes Handtuch benutzen. Auch muss man bedenken, dass man in anderen Ländern (z.B. baltische Staaten, Jugoslawien oder Rumänien) mit dem Auftreten von Tollwut noch rechnen muss.

 

Die Erkrankung startet mit einem Biss eines infizierten Tieres. Dann wandert der Erreger entlang der Nervenbahnen bis zum Gehirn und verursacht dort eine Entzündung.

Die Wanderung kann Monate dauern, daher kann es Monate dauern bis es zum Ausbruch der Krankheit kommt.

Bei Fleischfressern kommt es zur rasenden Wut, die Tiere werden hochaggressiv und unberechenbar, sie verlieren auch ihre Scheu vor den Menschen.

Bei Pflanzenfressern dagegen kommt es zur stillen Wut. Die Tiere stehen dann in einer Ecke und drücken z.B. ihren Kopf gegen die Wand. Auch dort ist die Scheu vor dem Menschen verloren.

 

Beim Menschen kennt man folgenden Symptome:

 

Prodromalstadium (noch keine spezifischen Symptome) – es kommt zu Kopfschmerzen, Inappetenz, Juckreiz an der Bissstelle, manchmal Fieber.

 

Akute neurologische Phase: jetzt ist die klassische Krankheitsstufe erreicht, und man kennt 2 unterschiedliche Krankheitsbilder, die enzephalitische Form und die paralytische Form.

Bei der enzephalitischen Form werden die Menschen aggressiv oder depressiv, sie entwickeln eine große Abscheu / Angst vor Wasser (manchmal auch Luft), sie können nicht mehr richtig schlucken und speicheln daher. Manchmal haben sie Krämpfe, die Teile vom Körper oder den ganzen Körper erfassen können.

Bei der neurologischen Form kommt es eher zu Lähmungen, da das Virus das Rückenmark und die großen Nervenbahnen erfasst.

 

Die 3. Stufe ist das Koma: die Menschen verlieren das Bewusstsein und sterben an Atemlähmung bzw. Herzversagen.

Zwischen dem Auftreten von ersten Symptomen und dem Tod liegen oft nur wenige Tage.

 

In totem Gewebe hält sich der Erreger nicht lange.

 

Erkrankungen des Menschen: Nach Angaben von Wikipedia (Suche „Tollwut“) hat die WHO, also die Weltgesundheitsorganisation = World Health Organisation, erhoben dass weltweit ca. 55.000 Menschen an Tollwut jährlich sterben, die meisten davon in Entwicklungsländern, allen voran Indien.

 

In Deutschland werden Hunde und Katzen gegen Tollwut geimpft, da sie am empfänglichsten für die Krankheit sind.

Die Impfung ist noch sinnvoll, da Katzen mit erkrankten Fledermäusen in Kontakt kommen könnten (Hunde eher weniger). Außerdem werden Hunde oft mit ins Ausland genommen und man weiß nicht, wie dort die Verhältnisse sind.

Dadurch, dass Wildtiere die Grenzen überschreiten und Tiere auch aus dem Ausland mitgenommen werden, ohne vorher untersucht worden zu sein, kann sich eine Krankheit auch wieder ausbreiten.

 

Man weiß, dass eine Population dann gut geschützt ist, wenn ca. 60% der Personen geimpft sind. Das bedeutet, die Krankheit hat dann nicht genug Gelegenheit sich auszubreiten.

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