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Unsere Helfer: Blutegel
Zum Thema:

Fundtiere

Die Ärztin und ihre rechte Hand haben sich Gedanken gemacht über Themen, die hier in der Praxis immer wieder zur Sprache kommen.

Wenn es also draußen Bindfäden regnet und du keine Lust hast, vor die Tür zu gehen, dann ist das die allerbeste Gelegenheit deine Brötchengeber zum Schmökern auf unserer Webseite zu verführen (und dich zum gemütlichen Schläfchen zu verkrümeln)...

 

Hier finden sich zur Zeit diese Themen:

Fundtiere - Blutegel - Flöhe - Kastration - Einschläfern - Alter - Impfen - Narkose

Von Amts wegen ist das so:

Wenn du ein Tier findest und du und dein Chef es mitnehmen, weil es krank oder verletzt ist - dann wird unterschieden zwischen

- Wildtieren und

- Fundtieren.

Fundtiere sind Haustiere, die wohl jemandem gehören, also Katzen mit Tätowierung oder Hunde. Wildtiere sind oftmals Vögel, die nicht mehr fliegen können.

Fundtiere, also Hunde oder Katzen, müsst ihr der Polizei oder dem Tierheim melden, dann werden die entstehenden Kosten wie mit den Behörden besprochen übernommen.

Fundtiere gehören niemandem, und die Gemeinde bezahlt dafür auch nicht. Da dein Chef als fürsorglicher Mensch den Tierarzt zur Hilfe beauftragt, muss er auch die Kosten tragen.

Die Tierärztin hier ist auch an die Gebührenordnung für Tierärzte gebunden und muss ein Mindestmaß abrechnen, aber sie möchte auch, dass ihr nicht einfach so an hilfebedürftigen Tieren vorbeigeht.

 

Es ist wichtig, über die Kosten miteinander zu sprechen und eine für alle gut vertretbare Lösung zu finden! Nehmt bitte nicht alles mit, was euch begegnet - aber lasst Tiere in Not nicht im Stich!

Blutegel sind ja ein ganz bisschen gruselig. Sie beißen sich fest und saugen einem das Blut aus...

Eine Eigenschaft macht sie für die Medizin aber ganz nützlich:

sie mögen am liebsten dort saugen, wo richtig viel Dreck im Gewebe ist, also an entzündeten und schlecht gereinigten Stellen.

 

Der Hirudo medizinalis, Egels feiner lateinischer Name, wird deshalb schon seit langem für die Medizin gezüchtet, und wird auch - damit er keine Krankheiten von einem Patienten auf andere übertragen kann - nur auf einen einzigen Patienten verwendet!

Es gibt viele Standpunkte und Philosophien über dieses Thema. Nun auch noch unsere!

 

Kastration meint die Entfernung von Hoden bzw. Eierstöcken.

Sterilisation bezeichnet die Unterbindung von Zeugungs- bzw. Trächtigkeitsfähigkeit.

Die Haustiere werden in der Regel kastriert, ob männlich oder weiblich.

 

Der Tierarzt benötigt eine Indikation d.h. einen Grund, um die Operation durchführen zu können. Wenn z.B. ein Hundemann völlig abdreht, wenn die schöne Nachbarshündin läufig ist, und vor Kummer ständig aus dem Fenster springt. Oder wenn die Katze dauerrollig ist und Tag und Nacht nur lautstark nach dem Kater ruft...

 

Soll eine Hündin kastriert werden, wird allgemein der Zeitpunkt nach der ersten Läufigkeit empfohlen, weil durch die Kastration die Hormone "entfernt" werden, die bei Gesäugetumoren der Hündin eine unglückliche Rolle spielen. Während der Läufigkeit wird man wegen der starken Blutungsneigung keine Kastration durchführen, wenn es sich vermeiden lässt.

 

Bei Katzen ist der Hauptgrund ihre Freiheitsliebe, die dazu führt, dass die Besitzer keine andere Handhabe gegen viele Nachwüchse haben. Bei Katern kommt die erhöhte Verletzungsgefahr durch wüste Rangkämpfe in der Nachbarschaft hinzu.

 

Wer also nicht so recht weiß, wie er seinem Tier am besten gerecht wird, der ist in der Praxis mit seinen Fragen am richtigen Ort. Tierarzt und Besitzer finden im Gespräch eine individuelle Lösung.

Flöhe sind anders als Haarlinge oder Läuse: sie bewegen sich nicht ständig auf ihren "Wirten", sondern machen sich in der ganzen Umgebung breit. Also im ganzen Haus. Das macht - ebenso wie die Tatsache, dass die Jungflöhe ganz allmählich in der Umgebung schlüpfen - die Bekämpfung zu einer Herausforderung.

 

Das Gute: Flöhe sind wirtstreu. Das bedeutet, ein Katzenfloh wird in der Regel eine Katze suchen um Blut zu saugen. Die Tierärzte nutzen das aus und behandeln die Tiere im Haus über einen längeren Zeitraum mit Flohmittel, um den hüpfenden Stammgästen den Garaus zu machen!

 

Also: bleiben Sie dran, verpassen Sie nicht den Anschluss, und behandeln Sie lang genung!

Sommers wie Winters gilt: kratzt sich unsereiner mehr als üblich, wird sofort der Flohkamm gezückt, und zeigen sich schwarze Krümel in den ausgekämmten Haaren: nix wie ab zum Tierarzt!

Kastration: muss ich mein Tier kastrieren lassen? Und wann?
Flöhe:
da hilft nur
Dranbleiben!

Was wir hier zu manchen Themen zu sagen haben... ​

Der Nachbar sagt, ich soll ihn doch einschläfern lassen
Alter ist keine Krankheit

Aber alte Tiere sind häufiger krank. Und oft finden sich zwei, drei oder noch mehr Krankheiten gleichzeitig. Es ist für den Tierarzt wichtig, die Krankheiten und auch die Medikamente zu kennen, die sein Patient jeden Tag so futtert, damit er seinen Patienten möglichst geschickt durchs Alter navigieren kann.

 

Da manche Krankheiten gar nicht so offen daher kommen, schlägt der Arzt eine Blutkontrolle vor: in Blutbild, Organparametern und Co. kann der Dokter lesen wie in einem Buch - über die Gesundheit seiner Patienten, oder wie sie wieder herzustellen ist...

Manchmal bekommen wir Besuch von Tieren, die nicht normal sind. Sie laufen vielleicht ganz wackelig. Oder sie haben schlimme Hautprobleme.

Nicht selten sind ihre Chefs ganz traurig, weil sie trotzdem immer noch eine gute Zeit miteinander haben, aber der Nachbar findet, dass das Tier erlöst gehört.

 

Den Tierarzt interessiert weniger, ob das Tier noch optisch schön ist. Er achtet darauf, ob dem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zu schaffen machen. Denn laut Tierschutzgesetz ist das eine der wichtigen Aufgaben des tierärztlichen Berufs. 

 

Und meist bestätigt es sich: die Besitzer wissen oft sehr genau, ob ihr Tier noch Lebensfreude hat. Und wie weit sie selbst mit dem tierischen Problem leben können.

 

Wir klären solche Fragen nach einer gründlichen Untersuchung und mit viel erfragtem Hintergrundwissen mit den Tierbesitzern nach dem Motto: Mut machen, wo zu helfen ist, auch anzusprechen wenn der Tierarzt merkt, das Tier kann und mag nicht mehr.

Impfen ist (wieder) wichtig!

Wieder wach?

Nach der Narkose...

Wieder wach!?

Nach der Narkose

Narkosen bringen einiges in Unordnung, hier ein paar Gedanken dazu:

 

- Wer hat denn die Heizung ausgedreht?

Tiere in Narkose können ihre Wärme nicht regulieren. Sie kühlen aus. Eine Zudecke ist für Tiere nach der Narkose also gerade richtig, auch weil sie sich dort warm und geborgen fühlen. 

Gar nicht schlecht ist, am Tag einer Operation frei zu nehmen und sich auf einen gemütlichen Chillnachmittag einzurichten, mit dem besten Freund im Arm (das ist natürlich der Hund oder die Katze!).

 

- Nichts wie weg?!

Besonders Katzen, aber auch alte Hunde, sind manchmal desorientiert und wandern ruhelos herum. Das macht sie richtig fertig und ist nicht gut für die Erholung. Es ist gut, solche Tiere auf kleinem Raum zu begrenzen z.B. in einer ausreichend großen Box. 

 

- Jetzt aber mal Ruhe hier...

Tiere nach Narkosen sind oft sehr empfindlich, was normalen Alltagslärm angeht. Auch Bewegungen, die für Mensch normale Geschwindigkeit haben, können für benommene Tiere gefährlich aussehen. Spielende Kinder, laute Krimis, hastige Bewegungen - besser nicht!

Ich bin ein großer Freund vom Impfen: Hund muss nicht wiederkommen, keine ekligen Tabletten schlucken und für einen kleinen Pieks gibts einen großen Keks!

 

Aber mal ehrlich: heutzutage reisen Tiere kreuz und quer durch die Welt. Und mit ihnen Krankheiten, die sich um Grenzen nicht besonders viel scheren. 

 

Bevor Hund ins Ausland fährt, ist es eine gute Idee, den Tierarzt zu fragen, welche Erreger am Zielort ihr Unwesen treiben. Nicht nur im Süden gibt es einiges, was dem Arzt Sorgen bereitet, sondern auch im Norden und Osten. Und noch viel wichtiger: wie Hund sich schützen kann.

 

Du warst schon im Urlaub?

Auch hier können wir helfen: der Tierarzt gibt euch auch Informationen über mögliche exotische Krankheitskennzeichen und die Techniken, einer Ansteckung auf die Schliche zu kommen.